Zum populären Beagle Board gesellt sich jetzt das Beagle Bone. Der Hund had damit endlich seinen Knochen gefunden. Das Beagle Board ist ein interessanter minimal Linux Rechner der Projekte ermöglich hat, bei denen z.b. Bildverarbeitung wichtig sind (z.B. mit OpenCV). In solchen Disziplinen sind Controller die man z.B. im Arduino findet ungeeignet. Ein Problem gab es jedoch immer, und das sind mangelnde I/O Ports. Zwar hat das Beagle Board selber diverse Interfaces, z.b. SPI, aber damit ist zusätzliche Hardware notwendig.

Genau das hat TI beim Beagle Bone jetzt ergänzt, aber es gibt noch mehr Dinge, die den Knochen lecher aussehen lassen. Bei letzten Controller Board (430er Reihe als USB Stick) was ich von TI in den Händen hatte gab es z.B. nur eine Windows IDE. Als Nicht-Windows User war es damit für mich fast wertlos.

Beim Beagle Bone verwendet man die IDE von Cloud 9, die entwickeln und kompilieren in der Wolke Plattform unabhängig ermöglicht. Die gleiche Idee hatte Mbed auch schon, allerdings gibt es hier einen entscheidenden Unterschied. Auf die IDE kann man über den Ethernet Port des Beagle Bone zugreifen. So könnte man z.B. ein Netzwerk von Wetterstationen betreiben und diese übers Netz oder Internet mit neuem Code bespielen. Auch node.js lauft auf dem Board. Eine DVI Port bekommt man per extra Shield (ca. 30-50 US$), die TI “Capes” nennt.

Versendet wird ist das Board Ende November. Vorbestellungen nimmt jetzt z.B. schon Mouser an.

Weitere Eckpunkte des Beagle Bone sind

– ARM Cortex-A8 mit 720 MHz
– 256-MB DDR2 RAM
– 2 * 46 3.3V Pins fuer Erweiterungen (nicht sicher wie viele davon nutzbare I/Os)
– USB 2.0 Host Mode mit Stromversorgung
– On-board USB-to-serial/JTAG über geteilten USB Device Port
– On-chip 10/100 Ethernet
– 1.5 Milliarden Dhrystone Operationen pro Sekunde
– OpenGL ES 2.0 3D Beschleunigung
– Inkl. 2GB microSD Karte mit einer Linux Angstrom Distribution mit Node.js und Cloud9 IDE
– Grösse: 8,60 x 5,30 mm